26. Februar 2014

Studie zur Versorgung schwerstkranker Menschen

Die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa eine Erhebung durchgeführt, in der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu ihrer Einstellung bezüglich der  Versorgung Schwerkranker und zum eigenen Sterben befragt wurden. Die Erhebung ergab, dass 50 Prozent der Befragten in ihren eigenen vier Wänden zu sterben wünschen, während nur vier Prozent das Ableben im Heim oder in der Klinik bevorzugen.

 

Die Untersuchung ergab außerdem einen dringenden Handlungsbedarf bei der Versorgung schwerkranker Menschen: Jeder Fünfte, der schon einmal einen Sterbenden gepflegt hat, beurteilt die Versorgung Schwerstkranker als schlecht. 86 Prozent der Interviewten halten hierbei eine maximal mögliche Linderung von Schmerzen, Übelkeit und Atemnot für die wichtigsten Kriterien, 75 Prozent erachten die Begleitung im Umgang mit Angst und Trauer als besonders wichtig. Für mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer ist die Beratung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen sehr bedeutend.


Auch die Selbstbestimmung spielt im letzten Lebensabschnitt eine große Rolle: So gaben 94 Prozent der Befragten an, auch in der Sterbephase Dinge tun zu wollen, die ihnen Spaß machen, 92 Prozent möchten über die Maßnahmen in Behandlung und Pflege mitentscheiden, mehr als 85 Prozent von Familie und Freunden Abschied nehmen können. In der Praxis fehlt jedoch für schwerstkranke Menschen der Zugang zu entsprechender Unterstützung.

 

Im Anhang erhalten Sie ein Factsheet zu der Studie. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des ZQP.

 

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ZQP Befragung Versorgung schwerstkranker Menschen (PDF)198.47 KB